Vorteile für die Pflanze

Glufosinat-Ammonium trägt als Breitbandherbizid mit starker Wirkung gegenüber einer Vielzahl von Unkräutern zur gesunden Produktion von über 100 Anbaukulturen bei, darunter Obst und Nüsse, Raps, Sojabohnen und Baumwolle. Dies verbessert die Versorgung mit qualitativ hochwertigen, bezahlbaren Nahrungsmitteln und verschiedenen Produkten. Vor allem junge Bäume werden häufig mit dem Herbizid behandelt, weil es nicht systemisch wirkt und deshalb das Unkraut um den Baum herum gezielt bekämpft, ohne dem Baum selbst zu schaden.

Darüber hinaus gibt es Sorten, die dank der LibertyLink-Technologie tolerant gegenüber Glufosinat-Ammonium sind. Dazu zählen u. a. bestimmte Raps-, Mais-, Baumwoll- und Sojabohnensorten. Aus diesem Grund können Erzeuger dieses Herbizid zur nicht selektiven Nachauflaufbekämpfung bis zu zehn Wochen vor der Ernte einsetzen und so vermeiden, dass diese Unkräuter das Ertragspotenzial gefährden.

Die Rapssamen werden geschrotet und zu Speiseöl, aber auch zu erneuerbaren Biokraftstoffen sowie Schmierstoffen verarbeitet. Der bei der Extraktion des Rapsöls anfallende Rapsschrot wird als hochwertiges Futtermittel verkauft. Raps wird vor allem in Kanada, Australien, China, Indien und Europa angebaut. Daneben wird er in zunehmendem Maße auch in weiten Teilen der USA angebaut. Raps spielt eine wichtige Rolle als Zwischenfrucht in der Fruchtfolge und wird häufig zwischen zwei Getreideaussaaten angebaut. Die Ernteerträge anderer Anbaukulturen können deshalb ohne Raps deutlich leiden.

Unkräuter sind starke Konkurrenten für Raps; sie nehmen dem Raps wichtige Ressourcen wie Wasser, Nährstoffe und Sonnenlicht weg. Unkraut wie das Kletten-Labkraut, das dem Raps in Größe und Form ähnelt, kann die Ernte versehentlich verunreinigen. Um das Unkraut schon zu Beginn der Wachstumsperiode wirksam bekämpfen zu können, bedarf es deshalb einer integrierten und konsequenten Managementstrategie für Raps. Die Verwendung von herbizidtoleranten Raps-Hochertragssorten in Verbindung mit Breitbandherbiziden ist ein sehr wirkungsvolles Mittel, das Unkraut in Schach zu halten.

Die einzigen Breitbandherbizide, die heutzutage mit HT-Raps eingesetzt werden können, sind Glufosinat-Ammonium und Glyphosat. Bis vor kurzem gab es nur glyphosattoleranten Raps. Ein unzureichender Wechsel zwischen verschiedenen herbiziden Wirkmechanismen hat dazu geführt, dass viele Unkräuter in wichtigen Rapsanbaugebieten nicht mehr auf eine Glyphosatbehandlung ansprechen. Immer mehr Landwirte haben deshalb erkannt, dass es notwendig ist, zwischen Glyphosat und Glufosinat-Ammonium zu wechseln, um Unkrautresistenzen einzudämmen.

Rapsfeld
Rapsfeld

Hätten Sie's gewusst?

  • Mit über 11 Millionen Tonnen Raps zählt China mittlerweile zu den weltweit größten Rapsproduzenten, gefolgt von Kanada, Indien und Deutschland.
Raps
Canola-Raps („Can“ für Canada und „ola“ für oil low acid) besitzt einen sehr geringen Anteil an gesättigten Fettsäuren von höchstens 7 %. Er wurde von kanadischen Pflanzenzüchtern entwickelt, indem sie die nicht essbaren Ölkomponenten aus der Rapssaat entfernten.1
1 | Soya Tech. Canola Facts. http://www.soyatech.com/canola_facts.htm
FSANZ: GA-toleranter GV-Mais gesundheitlich unbedenklich

Food Standards Australia New Zealand (FSANZ) hat eine Sicherheitsbewertung für eine gentechnisch veränderte Maissorte vorgenommen, die gegen Glufosinat-Ammonium (GA) tolerant ist und die Pflanze vor weit verbreiteten Maisschädlingen schützt. Die Behörde kam zu dem Ergebnis, dass keine potenziellen Gesundheits- oder Sicherheitsbedenken bestehen und Nahrungsmittel, die aus dieser Maissorte hergestellt werden, genauso unbedenklich für den menschlichen Verzehr sind wie solche aus konventionellen Maissorten. Die Öffentlichkeit hat jetzt die Möglichkeit, Einwendungen zum Antrag auf Zulassung der neuen Maissorte bei der FSANZ vorzubringen.

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Ist Glufosinat-Ammonium in unserem Essen enthalten?

Die Rückstandshöchstmengen von Glufosinat-Ammonium liegen unter den vorgegebenen toxikologischen Grenzwerten.

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