Vorteile für die Pflanze

Glufosinat-Ammonium trägt als Breitbandherbizid mit starker Wirkung gegenüber einer Vielzahl von Unkräutern zur gesunden Produktion von über 100 Anbaukulturen bei, darunter Obst und Nüsse, Raps, Sojabohnen und Baumwolle. Dies verbessert die Versorgung mit qualitativ hochwertigen, bezahlbaren Nahrungsmitteln und verschiedenen Produkten. Vor allem junge Bäume werden häufig mit dem Herbizid behandelt, weil es nicht systemisch wirkt und deshalb das Unkraut um den Baum herum gezielt bekämpft, ohne dem Baum selbst zu schaden.

Darüber hinaus gibt es Sorten, die dank der LibertyLink-Technologie tolerant gegenüber Glufosinat-Ammonium sind. Dazu zählen u. a. bestimmte Raps-, Mais-, Baumwoll- und Sojabohnensorten. Aus diesem Grund können Erzeuger dieses Herbizid zur nicht selektiven Nachauflaufbekämpfung bis zu zehn Wochen vor der Ernte einsetzen und so vermeiden, dass diese Unkräuter das Ertragspotenzial gefährden.

Baumwolle dient in erster Linie als wichtiger Faserlieferant für die weltweite Textilindustrie. Die Baumwollsaat wird gepresst, um Öl für die Nahrungsmittelherstellung zu gewinnen; die Pressrückstände, auch Ölkuchen genannt, werden an Tiere verfüttert. Hauptexporteur sind die USA, die knapp 30 % der gesamten globalen Exporte auf sich vereinigen, gefolgt von Indien, Australien, Brasilien, Usbekistan und anderen Ländern.

Der Baumwollstrauch ist ursprünglich in den tropischen und subtropischen Regionen der Welt beheimatet, darunter Amerika, Afrika und Indien, wo die Umweltbedingungen ein schnelles und lang anhaltendes Wachstum der Vegetation begünstigen. Deshalb müssen die Erzeuger besondere Anstrengungen unternehmen, um mehrjährige Gräser, Nachtschattengewächse, Ackerwinde und andere konkurrierende Unkräuter in diesen Regionen zu vernichten. Glufosinat-Ammonium ist ein äußerst vielseitig einsetzbares Mittel im Kampf der Baumwollfarmer gegen das Unkraut.

Die Verwendung von Breitbandherbiziden in Verbindung mit herbizidtoleranten Baumwollsorten ist eine wirksame Methode zur Bekämpfung von Unkraut. Die einzigen Breitbandherbizide, die heutzutage mit herbizidtoleranter Baumwolle eingesetzt werden können, sind Glufosinat-Ammonium und Glyphosat. Bis vor kurzem gab es nur glyphosattolerante Baumwolle. Ein unzureichender Wechsel zwischen verschiedenen herbiziden Wirkmechanismen hat dazu geführt, dass viele Unkräuter in wichtigen Baumwollanbaugebieten nicht mehr auf eine Glyphosatbehandlung ansprechen. Immer mehr Landwirte haben deshalb erkannt, dass es notwendig ist, zwischen Glyphosat und Glufosinat-Ammonium zu wechseln, um Unkrautresistenzen einzudämmen.

Baumwolle
Baumwollfeld

Hätten Sie's gewusst?

  • Baumwolle wird in über 100 Ländern angebaut und mehr als 150 Länder importieren oder exportieren Baumwolle. Der Handel mit Baumwolle macht 40 % der weltweiten Produktion aus.1
  • Seit den 1960er Jahren haben sich die Erträge um mehr als 50 % erhöht. Damals erwirtschafteten die Landwirte 306 kg Baumwolle pro Hektar, heutzutage sind es 759 kg.
Baumwolle
1 | International Trade Centre, The importance of cotton in world trade, August 2013. http://www.intracen.org/cotton-guide/the-world-cotton-market/the-importance-of-cotton-in-world-trade
Starke Sojabohnen dank Nachauflaufherbiziden

Zunehmende Glyphosatresistenzen erschweren die Nachauflaufbekämpfung im Sojaanbau. Der Einsatz von Herbiziden mit unterschiedlichen Wirkmechanismen im Wechsel mit Nachauflaufherbidiziden wie Glufosinat-Ammonium sorgt dafür, dass eine größere Bandbreite von Unkräutern wirksam bekämpft wird, und wahrt die Effektivität bestehender Herbizidtoleranzen in den Anbaukulturen.

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Ist Glufosinat-Ammonium in unserem Essen enthalten?

Die Rückstandshöchstmengen von Glufosinat-Ammonium liegen unter den vorgegebenen toxikologischen Grenzwerten.

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