Umweltsicherheit

Glufosinat-Ammonium wurde gründlich auf seine Umweltverträglichkeit getestet. Studien haben ergeben, dass das Herbizid bei sachgemäßer Anwendung unbedenklich ist. Es entfaltet keine nennenswerte Bodenwirkung und wird in kurzer Zeit von Mikroorganismen abgebaut, sodass das Risiko von Wasserverunreinigungen äußerst gering ist. Im Rahmen verschiedener Maßnahmen der Produktbetreuung (Product Stewardship) werden Landwirte darin geschult, mögliche Umweltauswirkungen durch gute landwirtschaftliche Praxis auf ein Mindestmaß zu reduzieren.

Ein ausgewogener Ansatz

Glufosinate Ammonium
Glufosinat-Ammonium wird im Boden rasch abgebaut

Als nicht selektives Herbizid wirkt Glufosinat-Ammonium effektiv gegen eine Vielzahl von Unkräutern, ohne dass eine Bodenbearbeitung nötig wäre. Eine reduzierte Bodenbearbeitung ist Voraussetzung für einen fruchtbaren Boden, weil dadurch wichtige Nährstoffe erhalten bleiben. GA verringert nicht nur den Arbeitsaufwand und den Einsatz von Traktoren, sondern schont auch den Boden. Dadurch ist der Einsatz von GA im Hinblick auf den Energieverbrauch ressourcenschonender und weist damit auch eine bessere CO2-Bilanz auf.

Da Glufosinat-Ammonium im Boden rasch abgebaut wird, ist das Risiko einer Grundwasserverunreinigung äußerst gering. Mit anderen vorbeugenden Maßnahmen wie dem sorgfältigen Abspülen der Spritzgeräte weit weg von Quellen, Brunnen oder Wasserquellen lässt sich ebenfalls vermeiden, dass Rückstände ins Grundwasser gelangen. Die Landwirte werden zudem beraten, wie sie Produkte mit Glufosinat-Ammonium am besten anwenden. Sie berücksichtigen die unterschiedlichen Bedingungen des jeweiligen Betriebs – zum Beispiel die Niederschlagsmenge und die Bodenbedingungen – und werden über bestmögliche Methoden für die Anwendung dieses Herbizids informiert.

So wird den Landwirten beispielsweise empfohlen, dieses Herbizid nur bei einer Windstärke von weniger als 4 Metern pro Sekunde anzuwenden. Mit speziellen Geräten lässt sich zudem die Abdrift beim Spritzen verringern.

Ein ausgewogenes Pflanzenschutzmanagement hilft den Landwirten, die Biodiversität zu erhalten. Durch die korrekte Anwendung bewährter landwirtschaftlicher Methoden können die Landwirte nützliche Insekten, Bestäuber, Vögel und die Biodiversität auf ihren Feldern schützen. Bei sachgemäßer Anwendung entsprechend der Gebrauchsanweisung gehen von Glufosinat-Ammonium keine unannehmbaren Risiken für die Umwelt oder Nichtzielpflanzen aus.

Sicherheit für Säugetiere

Zahlreiche Studien zu Glufosinat-Ammonium haben ergeben, dass negative Auswirkungen auf Tiere unter realen Bedingungen äußerst unwahrscheinlich sind. Im Obstanbau wird Glufosinat-Ammonium beispielsweise nur als Streifenbehandlung unterhalb der Bäume angewendet und nicht auf der gesamten Fläche. Nach der Behandlung halten sich die Säugetiere instinktiv von den behandelten Flächen fern, sobald das Unkraut zu welken beginnt.

Toxizitätsstudien, in denen die Aufnahme mit der Nahrung unter Feldbedingungen untersucht wird, ergeben ein deutlich niedrigeres Risiko für Säugetiere im Vergleich zu Studien mit unrealistischen Laborbedingungen und Anwendungsmengen.

In einer Studie zu Glufosinat-Ammonium hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) eine sehr konservative Risikobewertung anhand eines Worst-Case-Szenarios unter unrealistischen Bedingungen vorgenommen. Die Behörde ging beispielsweise davon aus, dass sich die Tiere kontinuierlich und ausschließlich von behandeltem und verwelktem Unkraut ernähren. Die Expositionswerte der EFSA lagen zudem deutlich über den empfohlenen Mengen und entsprachen damit nicht einer sachgemäßen Anwendung des Produkts. Ferner wurden vorbeugende Maßnahmen wie die Streifenbehandlung oder das Verhalten von Säugetieren in der freien Natur nicht berücksichtigt.

Mehrere nationale Behörden in der Europäischen Union haben seitdem Daten zu Glufosinat-Ammonium analysiert und sind zu dem Schluss gekommen, dass das akute und reproduktive Risiko für Säugetiere gering oder akzeptabel ist, wenn man von einer Streifenbehandlung und den Futterpräferenzen der Säugetiere ausgeht.

Hätten Sie's gewusst?

  • Die bodenschonende Bearbeitung fördert den Gehalt an organischer Substanz in der obersten Bodenschicht1 und kann die Bodenerosion um bis zu 90 % verglichen mit einer intensiven Bodenbearbeitung verringern.2
Wasserversorgung und Wasserknappheit 2050
Bis 2050 wird sich der Anteil der Bevölkerung mit einer gefährdeten Wasserversorgung um 500 % erhöhen und der Anteil derer, die unter echter Wasserknappheit leiden, um 800 %.3
  • Die Eindämmung der Bodenerosion durch eine bodenschonende Bearbeitung ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die Erde nicht so schnell austrocknet.
1 | Madejóna, E., Morenoa, F., Murilloa, J.M., Pelegrínb, F. (2007). Soil biochemical response to long-term conservation tillage under semi-arid Mediterranean conditions. Soil and Tillage Research 94: 2. pp. 346–352. http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0167198706001954
2 | Conservation Technology Information Center (CTIC). Top 10 Conservation Tillage Benefits. http://www.ctic.purdue.edu/resourcedisplay/293/
3 | Farming First. Water. http://www.farmingfirst.org/portal/water/
FSANZ: GA-toleranter GV-Mais gesundheitlich unbedenklich

Food Standards Australia New Zealand (FSANZ) hat eine Sicherheitsbewertung für eine gentechnisch veränderte Maissorte vorgenommen, die gegen Glufosinat-Ammonium (GA) tolerant ist und die Pflanze vor weit verbreiteten Maisschädlingen schützt. Die Behörde kam zu dem Ergebnis, dass keine potenziellen Gesundheits- oder Sicherheitsbedenken bestehen und Nahrungsmittel, die aus dieser Maissorte hergestellt werden, genauso unbedenklich für den menschlichen Verzehr sind wie solche aus konventionellen Maissorten. Die Öffentlichkeit hat jetzt die Möglichkeit, Einwendungen zum Antrag auf Zulassung der neuen Maissorte bei der FSANZ vorzubringen.

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Geschlossenes Entnahmesystem easyFlow

Ist Glufosinat-Ammonium giftig? Wenn ja, ist es sicher in der Anwendung?

In der EU wurde Glufosinat-Ammonium aufgrund von Laborstudien als reproduktionstoxisch eingestuft. Dabei wurden beispielsweise Ratten mit Aufwandmengen behandelt, die unter realistischen und verantwortungsvollen Anwendungsbedingungen niemals erreicht werden. Glufosinat-Ammonium ist nicht als krebserzeugend oder hormonell schädigend eingestuft.

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